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Das Mitte der dreißiger Jahre von Degussa entwickelte Gasruß Verfahren ist mit dem jetzt bereits
historischen, in den USA entwickelten Channel Black Verfahren verwandt, das Erdgas als Rohstoff benötigte. Da damals in
Europa kaum Erdgas verfügbar war, wurde das Degussa-Gasruß-Verfahren auf Basis von Steinkohlenteerdestillaten als
Rohstoff-Grundlage entwickelt.
Im Gegensatz zu den Channel Black Anlagen, die für die Umwelt eine sehr hohe Belastung darstellten, sind die Gas Black
Anlagen auf modernsten Stand der Technik. Die Anlagen werden ständig abgesaugt, und der Carbon Black wird in Filteranlagen
abgeschieden, mit deren Hilfe die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte für Carbon Black im Abgas deutlich unterschritten
werden.
Im Gas Black Verfahren wird ein wasserstoffhaltiges Gas über ein erhitztes Öl geleitet und das mit Öldämpfen
gesättigte Traggas einem Brennerrohr zugeführt, das eine Vielzahl von kleinen Brennerhütchen trägt. Die vielen kleinen Flammen schlagen gegen eine wassergekühlte Walze. Ein Teil des entstehenden Carbon Blacks scheidet sich an der Walze ab, der andere Teil gelangt in den Filter. Anschließend werden die beiden Carbon Black Ströme vereinigt. Die weitere Behandlung erfolgt analog dem Furnace Black Verfahren.
Das Gas Black Verfahren ist bezüglich der Einstellung der
Teilchengröße sehr flexibel. Es lassen sich Gas Blacks im Bereich von 10 - 30 nm herstellen. Die Carbon Black
Struktur kann nicht gezielt verändert werden. Dies ist jedoch kein Nachteil, da die Gas Blacks von Haus aus eine hohe,
lockere Struktur aufweisen, die zu einer besonders leichten Dispergierbarkeit führt. Ihre Anwendung liegt heute fast
ausschließlich im Pigment Black Bereich, nachdem sie ihre frühere Bedeutung als Laufflächenruße fast ganz
verloren haben.
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